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Folgenschwere Einstürze von Bauten im Rückblick

In Deutschland sind Bilder wie von der eingestürzten Eishalle in Bad Reichenhall eher selten. Zwar stürzte etwa 1980 auch die als "Schwangere Auster" bekannte Berliner Kongresshalle ein, wobei ein Mensch starb - doch folgenschwere Einstürze von Bauten kamen in der Vergangenheit vor allem außerhalb Deutschlands vor. Im Überblick:


28. Januar 2006: Im polnischen Kattowitz stürzt das Dach einer Messehalle ein. Dabei kommen über 60 Menschen ums Leben. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen.

2. Januar 2006: Im bayerischen Bad Reichenhall bricht das schneebedeckte Dach der Eissporthalle ein. Dabei kommen zwölf Kinder und Jugendliche sowie drei Frauen ums Leben. Mit einem Gutachten zur genauen Unglücksursache wird nicht vor Anfang April gerechnet.

5. Dezember 2005: Beim Einsturz eines Schwimmbaddaches in der russischen Ural-Stadt Tschussowoi sterben 14 Menschen, unter ihnen zehn Kinder. Möglicherweise brach das hundert Quadratmeter große Dach wegen der Schneemassen zusammen, die sich auf dem Dach angesammelt hatten.

23. Mai 2005: Beim Teileinsturz eines Terminals am Pariser Großflughafen Roissy-Charles de Gaulle sterben vier Menschen, drei werden verletzt. Die 750 Millionen Euro teure Glaskonstruktion des Terminals 2E war erst knapp ein Jahr zuvor eröffnet worden. Der amtliche Untersuchungsbericht ergibt Konstruktionsmängel als Ursache.

14. Februar 2004: In Moskau stürzt das 20 Meter hohe und 50 Meter breite Glas- und Betondach eines modernen Erlebnisbades ein. Unter dem riesigen Trümmerhaufen sterben 28 Menschen, mehr als 110 Menschen werden verletzt. Bei eisigen Temperaturen suchen rund tausend Rettungskräfte tagelang nach Überlebenden. Die Behörden machen Mängel in der Konstruktion der Glaskuppel verantwortlich, die der Schneelast nicht standgehalten hatte.

24. Mai 2001: Bei einer Hochzeit in Jerusalem bricht ein Tanzsaal im vierten Stock unter der Last von rund 600 Gästen ein. Bei dem Unglück sterben 23 Menschen, mehr als 300 werden verletzt. Die Polizei leitet Ermittlungen wegen Pfuschs am Bau ein.

29. Juni 1995: In Seoul sterben beim Einsturz des Sampoong-Kaufhauses mehr als 500 Menschen, 1000 weitere werden verletzt. Ursache des Unglücks sind illegale bauliche Veränderungen am Gebäude. Es ist die größte von Menschen verschuldete Katastrophe in der Geschichte Südkoreas. Der Eigentümer des Gebäudes wird später zu zehneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

 
 
 
 
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